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Neu erschienen im April 2018:


  • Einblicke in systemisches Coaching. Theorie, Praxisfälle, Erfahrungen. Berlin

"Mitarbeiter1) unser Kraftstoff!"


Thomas Stelzer-Rothe

Vortrag in einem mittelständischen Unternehmen der Automobilbranche (Krefeld)

Welche Bedeutung haben die Erkenntnisse der neueren Hirnforschung zum Thema Motivation in einem mittelständischen Unternehmen der Automobilbranche?

Die neueren Forschungen zur Frage, was Menschen motiviert, zeigen, dass Führungskräfte das Führungsgeschehen neu überdenken könnten. Führung ist zu einem wesentlichen Teil Beziehungsgestaltung.

Allerdings reicht die Anwendbarkeit der Erkenntnisse der neueren Forschung weiter. In Kundenbeziehungen wird Vertrauen aufgebaut oder gefährdet bzw. sogar im ungünstigsten Fall zerstört. Schon die in Aussicht stehende positive Beziehungserfahrung, etwa bei einem Werkstatt- oder Verkaufsgespräch, bewirkt im günstigen Fall die Ausschüttung von bindungsfördernden Substanzen im Hirn, die einerseits die tatsächliche Beziehung stabilisieren als auch neue und stärkere Bindungen ermöglichen.

So erhält aktuell auch gerade in der Automobilbranche der Aufbau von stabilen und fundierten Kundenbeziehungen eine herausragende Bedeutung. Wichtig ist allerdings die Authentizität des Geschehens. So ist sowohl im Werkstattbereich als auch im Verkaufsbereich von Gebraucht- und Neufahrzeugen die authentische und spürbare Wertschätzung für die Anliegen von Kunden der Schlüssel zum Erfolg.

Aus diesem guten Grund sollten Führungskräfte aber auch alle anderen Arbeitskräfte in Organisationen an ihren Beziehungen arbeiten und sie positiv gestalten. Beziehungsarbeit ist Motivationsvorsorge und Motivationsfürsorge und setzt die Antriebsaggregate des Menschen in Gang. Das ist nicht nur die Energie des Menschen, sondern menschliche Energie schlechthin.

1) Gemeint sind beide Geschlechter


Motivation von Mitarbeitern

- menschliche Energie im Unternehmen


Thomas Stelzer-Rothe

Vortrag im Rahmen des Studium Generale an der Hochschule Rhein-Waal

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt auf.


Einige Gedanken zur Fachbereichsentwicklung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften


Thomas Stelzer-Rothe

Vortrag an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in NRW

Die Entwicklung von Fachbereichen an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stellt sich mitunter problematisch dar. Reibungsverluste durch die neuerdings verstärkten Ressourcenkämpfe und die Besonderheiten des Systems Hochschule machen vielen Beteiligten an den Hochschulen das Leben schwer. Mobbing wird als relevantes Thema in einer Studie aus dem Jahre 2015 an den Fachhochschulen des Landes NRW wahrgenommen (30 Prozent der repräsentativ Befragten sehen Mobbing als ein Thema an ihrer Hochschule; Hellemacher, L. und Stelzer-Rothe, T. 2015: Zur Lage der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse der hlbNRW-Frühjahrsstudie 2015. In: DNH 6/2015. S. 190 - 193).

Gefordert ist die Verständigung darüber, welche Anliegen und daraus ableitbare Ziele/Visionen die Akteure in den Fachbereichen überhaupt haben. Der Hintergrund ist die aus den gesetzlichen Normen ableitbare Orientierung am Gemeinwohl (für verbeamtete Professorinnen und Professoren z.B. im Beamtenstatusgesetz § 33). Deshalb ist die für Professorinnen und Professoren grundgesetzlich garantierte Freiheit in erster Linie nicht eine Freiheit von Normen, sondern für etwas (nämlich u.a. für das Gemeinwohl).

Die Gestaltung der konkreten Zusammenarbeit in einem Fachbereich sollte als ein zutiefst auf die Beteiligung der Betroffenen gerichteter Prozess gestaltet werden, da alle zusammen das, was als Anliegen formuliert wird, umsetzen sollen.

Die Partizipation ist keine Zugabe, sondern ein Kernelement des Vorgehens, weil der Kontext des Systems Freiheiten gewährt, die dazu führen, dass sich die einzelnen Akteure vielfach sanktionsfrei oder sanktionsarm entziehen können.

Das zu bedauern, fällt leicht, ist allerdings andererseits ein Teil des auf Freiheit aufbauenden Systems, welches das noch nicht Gedachte und das noch nicht Gemachte ermöglichen soll. Deshalb sind auch die noch so ungewöhlich erscheinenden, individuellen Ansätze der Beteiligten als konstituierender Bestandteil des Systems zu würdigen und einzubeziehen. Gleichzeitig ist ein Ausgleich der berechtigten Interessen zu diskutieren und zu ermöglichen.

Aus diesen Gründen kann ein System nicht vorab konkret ausgestaltet werden, sondern man könnte vor allem Kriterien berücksichtigen, die zu einer hohen Akzeptanz und damit zu einer hohen Umsetzungswahrscheinlichkeit führen und seine Handhabbarkeit durch Komplexitätsreduzierung der angestrebten Maßnahmen gewährleisten.

Dazu ist es unumgänglich, dass die einzelnen Akteure/Gruppen der Fachbereiche ihre Anliegen frei formulieren können, um sie anschließend in einem Gesamtprozess miteinander auf ihre Stimmigkeit und Vereinbarkeit hin abzugleichen. Am Ende stehen einvernehmliche Anliegen (Ziele/Visionen), die von der weitgehenden Mehrheit des Fachbereiches getragen werden und so die Entfaltung der in den Gemeinschaften an den Hochschulen liegenden Potenziale gewährleisten.


Das Fachbereichssystem soll dementsprechend

• verstanden sein

• (imaginationsfähige) Anliegen/Ziele/Visionen beinhalten

• (weitgehend) akzeptiert sein (im Fachbereich entstanden sein)

• transparent nach außen und innen sein

• als gerecht empfunden werden

• offen für Neues sein

• raumgebend für Einzelne sein

• revisionsfähig sein

• beziehungs-/begegnungsfördernd sein

• so wenig Bürokratie wie gerade möglich beinhalten


Weitere Informationen zur Fachbereichsentwicklung und zu den Einzelheiten des Vortrages erhalten Sie auf Anfrage.


Hochschulen professionell führen und weiterentwickeln


Von Leo Hellemacher und Thomas Stelzer-Rothe

Ergebnisse einer empirischen Studie zur Hochschulführung an Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Ergebnisse der explorativen Studie, an der nahezu 200 Professorinnen und Professoren teilgenommen haben, lassen es sehr naheliegend erscheinen, Fragen der Art und Weise wie Hochschulen von ihren Leitungsgremien geführt werden und wie die Wirkung dieser Verhaltensweisen im System aussieht, weiter nachzugehen. Die zum Teil verheerenden Rückmeldungen an einigen Hochschulen lassen sogar unmittelbaren Handlungsbedarf vermuten. Als lösungsfördernde Intervention im System schlägt die Studie die Einrichtung von Ombudsstellen vor.


Die Studie ist zu beziehen über den hlbNRW Geschäftsstelle Bonn (Tel. 0228/55525610)


Vortrag zum Thema 20 Jahre Erfahrung in Berufungskommissionen!


Thomas Stelzer-Rothe

Gedanken aus dem Vortrag an der Hochschule Ruhr-West:

- Die Bedeutung von Berufungen zur Dimensionierung des Problems

- Die Schwierigkeiten des Prozesses im Überblick

- Empirische Befunde aus der Beratung und Seminarpraxis als Grundlage

- Tipps für die Durchführung von Berufungsverfahren


Was bleibt?


Vortrag für die Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Thomas Stelzer-Rothe

"Hochschulen sind Orte der Freiheit, die von den Professorinnen und Professoren mit Verantwortung für das Gemeinwohl ausgefüllt werden sollten, damit das noch nicht Gedachte gedacht und das noch nicht Gemachte gemacht werden kann."

Der Sinn der Überlegungen

Hochschulen sehen sich wie viele andere Organisationen einem permanenten Wandel in ihrem Umfeld ausgesetzt und sollten auf Grund ihres (gemeinwohlorientierten) Auftrags darüber nachdenken, wie sie auf diese Veränderungen vor dem Hintergrund der Freiheit von Forschung und Lehre reagieren. So sind massive Bemühungen zu beobachten, Angebote von neuen, interessanten und zukunftsweisenden Studiengängen zu gestalten. Ihre erfolgreiche Implementierung ist letztlich ein Beleg für die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft von Hochschulen.

Mögliche Ziele von Hochschullehre

Damit Studiengänge entstehen, die tatsächlich das Beabsichtigte bewirken, ist die Definition von Zielen notwendig, die von den Betroffenen angestrebt werden. Auf höchster Abstraktionsebene könnten folgende Richtziele skizziert werden:

      • Hochschulen sollen Orte der Freiheit in Lehre und Forschung sein.
      • Professoren und Professorinnen sollen diese Freiheit mit Verantwortung wahrnehmen.
      • Hochschulen sollen gemeinwohlorientiert sein.
      • Hochschulen sollen Orte sein, an denen grundsätzlich das noch nicht Gedachte gedacht und das noch nicht Gemachte (sanktionsfrei) gemacht werden kann.
      • Hochschulen sollen Orte sein, an denen grundsätzlich das noch so Selbstverständliche immer wieder (sanktionsfrei) in Frage gestellt werden kann.
      • Hochschulen sollen Orte sein, an denen aus Ungeordnetem Sinn entsteht.
      • Hochschulen sollen Gemeinschaften von Lehrenden und Lernenden sein.

Zu den wesentlichen Fragen in diesem Zusammenhang zählt es, wie es den Professorinnen und Professoren zusammen mit den Studierenden gelingt, langfristig abrufbare Ausbildung und Bildung zu bewirken. Spiegelstrichlernen und Oberkellnergedächtnis sind dabei keine Maßstäbe für gelingende Ausbildungs- und schon gar nicht für Bildungsprozesse.

Zu den Zielen, die Hochschulen in diesem Zusammenhang anstreben könnten, gehören neben den fachlichen Zielen die folgenden Metakompetenzen (in Anlehnung an Hüther, G.):

      • vorausschauend denken und handeln können (strategische Kompetenz)
      • komplexe Probleme durchschauen können (Problemlösungskompetenz)
      • die Folgen des eigenen Handelns abschätzen können (Umsicht)
      • die Aufmerksamkeit auf die Lösung eines bestimmten Problems fokussieren und sich entsprechend konzentrieren können (Motivation und Konzentrationsfähigkeit)
      • Fehler und Fehlentwicklungen bei der Suche nach einer Lösung rechtzeitig erkennen und korrigieren können (Einsichtsfähigkeit und Flexibilität)
      • sich bei der Lösung von Aufgaben nicht von aufkommenden anderen Bedürfnissen überwältigen lassen (Frustrationstoleranz und Impulskontrolle)

Erfolgsfaktoren für Hochschullehre

Damit diese anspruchsvollen Kompetenzen eine realistische Chance auf Realisierung erhalten, muss immer wieder die Frage gestellt werden, welche Faktoren zu bedenken sind, die das Lernen an Hochschulen erfolgreich(er) machen.

Faktoren, die dabei eine zentrale Rolle spielen, sind die folgenden:

1. Motivation

      • Diese hängt ab von dem Sinn des zu Lernenden für die Studierenden und der Aussicht auf Erfolg bei den Studierenden.

2. Aufmerksamkeit der Studierenden

      • Diese hängt ab von der Lernatmosphäre (Raum und Kommunikation), den Pausen bzw. der Ruhe/Muße im Lernprozess.

3. Geglückte Beziehungen

Für den Sinn des zu Lernenden sollte es Angebote von Seiten der Lehrenden geben, den konkreten Lehrstoff in das Fachgebiet einzuordnen und Vernetzungen deutlich zu machen. Dies ist letztlich ein Grund, warum auf die hohe fachliche Qualität von Professorinnen und Professoren nicht im Ansatz verzichtet werden kann. Nur wer viel weiß, kann aus dem Gewussten im Kontext des Fachgebietes etwas Sinnhaftes auswählen.

Gleichzeitig ist der Zusammenhang zu bedenken, dass wir mittlerweile vielen Studierenden begegnen, die nicht zu wissen scheinen, warum sie etwas studieren – vielleicht außer am Ende ein Zertifikat (den akademischen Abschluss) in der Hand zu halten. Dieses wiederum soll neue Wege eröffnen, von denen allerdings nicht genau klar ist, wohin es gehen soll. Deshalb scheint es mehr denn je zwingend zu sein, den Studierenden deutlich zu machen, dass sie sich um ihre eigenen langfristigen Ziele kümmern sollten (!), damit Lernen gelingt.

Wie sonst könnte man das stundenlange Bearbeiten von anstrengenden Aufgabenstellungen aushalten, das für das Erreichen von hochwertigen Zielen normalerweise nötig ist? Wer in der Lehre Motivationsprobleme bei den Studierenden wahrnimmt, gleichzeitig aber von der Sinnhaftigkeit der ausgewählten Inhalte überzeugt ist, sollte wenigstens versuchen, diesen Sinn bei den Studierenden für das Angestrebte anzubieten. Wenn das nicht gelingt, sind allerdings die Studierenden gefordert, ihre eigene Zielmatrix zu überprüfen. Wir sollten sie dabei nicht alleine lassen. Beratung tut gerade am Anfang des Studiums not.

Ein Faktor ganz besonderer Art, der im Zusammenhang mit der Gestaltung von Beziehungen entsprechendes Gewicht erhalten sollte, ist der auf den Erkenntnissen der neueren Hirnforschung aufbauende Zusammenhang zweier Hirnregionen. Dies ist einerseits das ventrale Tegmentum und andererseits der präfrontale Kortex. Die dort beobachtbaren Prozesse der Ausschüttung von Dopamin, endogenen Opioiden und Oxytozin sind Kernstück einer fundamentalen und weitreichenden Erkenntnis.

Menschen werden fundamental von gelungenen Beziehungen motiviert. Sie sind auf Kooperation hin angelegt. Immer dann, wenn wir Kooperation erleben oder Handlungen gestalten, die der Förderung von Beziehung dienen (sogar schon in Erwartung von geglückter Beziehung), schüttet das Gehirn Hormone aus, die uns glücklich machen und den Zusammenhalt mit anderen Menschen stärken. Dieser ist wichtig, da er die Persönlichkeit von Menschen maßgeblich stützt und Ängste abbaut. Das in diesem Kontext wichtige Oxytozin ist dabei nicht nur Ergebnis von Kooperation, sondern gleichzeitig wiederum Grundlage für das Eingehen und Stabilisieren neuer Beziehungen. Schlagwortartig kann man formulieren, dass die stärkste Droge des Menschen der Mensch selbst ist (in Anlehnung an Bauer, J.).

Nimmt man diese Erkenntnis als eine der überaus entscheidenden Grundlagen für geglücktes Lernen ernst, ist es unabdingbar, sich der Gestaltung von Beziehungen zu widmen, die sich an Hochschulen in der Lehre (und darüber hinaus) beobachten lassen. Aus dieser Argumentation kann die in vielen Studien untermauerte Erkenntnis abgeleitet werden, dass es für den Lernerfolg neben der unerlässlichen fachlichen Qualifikation auf die persönlich Kompetenz (zur Beziehungsgestaltung) von Professorinnen und Professoren ankommt, die die Studierenden zu höflichem und respektvollem Umgang miteinander anleiten, sie fordern (durch die Gestaltung von Herausforderungen) und fördern (durch das Angebot von Hilfestellung).

Studierende sollten dabei nicht in Watte gepackt werden, jedoch immer wieder das Angebot von Förderung erhalten, um sich selbst und selbstständig weiterzuentwickeln. Professorinnen und Professoren sollten die gewünschte Verhaltensweise den Studierenden gegenüber und innerhalb der Professorenschaft glaubwürdig verkörpern. Dass das nicht immer der Fall ist, sollte zu denken geben, weil die Wirkung des Vorbilds kaum zu unterschätzen ist.

Der gesamte Prozess sollte strukturiert (also mit Aussicht auf Erfolg) und in Ruhe möglich sein (zur Stärkung der Aufmerksamkeit). Angst, Überforderung, Lärm und Kampf sind schlechte Lehrmeister für anspruchsvolle Lernprozesse. Lernen in Ruhe und mit angemessenen Wiederholungsschleifen, damit die richtigen Regionen im Gehirn in Gang kommen und stabile Strukturen entstehen, sind wichtig. Die von Humboldt angesprochene Muße im Lernprozess ist dabei sicher förderlicher als die mitunter bewusst erzeugte Hektik, die zu einfachen und schnellen, qualitativ aber nicht sonderlich anspruchsvollen Lösungen führt. Lernen braucht in den meisten Fällen Zeit, auf jeden Fall dann, wenn es um die Vermittlung lernzieltaxonomisch hochwertiger fachlicher Lernziele geht. In ganz besonderer Weise gilt dies jedoch für das Entstehen von Metakompetenzen.

Wer in Veranstaltungen vor allem klimpernde Tastaturen und klingelnde Smartphones erlebt oder Studierende, die sich angeregt und aufgeregt untereinander über alles unterhalten, nur nicht über den dargebotenen Inhalt, darf sich nicht wundern, wenn nichts bleibt. Wir müssen zusammen mit den Studierenden Abhilfe schaffen und Lernvereinbarungen treffen, die die Lernatmosphäre im Sinne von Aufmerksamkeit fördern. Diese ist Voraussetzung und keinesfalls eine nette Zugabe von Lernprozessen (vgl. dazu Spitzer, M.), sondern Teil einer dringend notwendigen aktiven Beziehungsgestaltung.

Interventionen im vorhandenen System

Am Ende sollen mögliche Interventionsmöglichkeiten genannt werden, "die Unterschiede machen, die Unterschiede machen", die das Lernsystem also in die gewünschte Zielrichtung verändern können. Ob das gelingt, wäre einen Versuch wert!

Mögliche Interventionen:

      • Scheuen wir uns nicht, in Ruhe zu lehren und den Studierenden aufmerksames Lernen zu ermöglichen. Bologna im Sinne der Schaffung von Oberkellnergedächtnissen bei den Studierenden ("Ein Modul aufnehmen, in der Klausur das instabil Gelernte abladen, anschließend die Inhalte vergessen und dann das nächste Modul in den Blick nehmen!"), wenig vernetzte Module und planlose Beschleunigung von Lernprozessen sind sichere Lernkiller!
      • Lassen wir uns von Bologna, von Akkreditierungskommissionen oder von anderen, die glauben, uns antreiben zu müssen, nicht ins Bockshorn jagen!
      • Der Sinn und die Vernetzung der Inhalte müssen klar werden! Wenn ein Studierender den Sinn nicht sieht, können wir nachlegen. Danach ist allerdings der Studierende selbst gefordert. Dabei können wir ihm helfen.
      • Lehrende haben eine zentrale Funktion: Fachlich fundiert, engagiert, achtsam und herausfordernd zu lehren. Dazu brauchen wir die Leidenschaft für unser Fach und die Lehre – ein ganzes Berufsleben lang.
      • Wir brauchen lernförderliche Lernräume – in jeder Beziehung! Bemühen wir uns um positive Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden, zwischen Lernenden und Lernenden und zwischen Lehrenden und Lehrenden! Dazu brauchen wir an Hochschulen ein wirksames Konfliktmanagement!

Dann haben wir sehr gute Chancen, dass sehr viel von dem bleibt, was wir leidenschaftlich lehren - eine überaus motivierende Aussicht!

Thomas Stelzer-Rothe


Podiumsdiskussion bei der Studienstiftung des deutschen Volkes


20 Jahre Förderung von Studierenden der Fachhochschulen durch die Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Förderung von Studierenden durch die Studienstiftung des deutschen Volkes war Thema einer Podiumsdiskussion am 24. September 2016 in Bad Honnef. Das 20-jährige Bestehen der Förderung war Anlass, aus verschiedenen Perspektiven die Arbeit der Studienstiftung zu würdigen. Die zahlreich vertretenen Stipendiaten der Fachhochschulen waren ein sichtbarer Beweis für die Wirksamkeit der Stiftung.

Es wurde aber auch deutlich, dass eine weitere Stärkung der Förderung notwendig ist. Dabei ist zu bedenken, dass nicht alle vorgeschlagenen Studierenden tatsächlich das Angebot annehmen und sich dem Auswahlverfahren für ein Stipendium stellen.

Prof. Dr. Stelzer-Rothe betonte in seiner Funktion als Präsident des Hochschulleherbundes Nordrhein-Westfalen, dass die Intentionen der Stiftung noch stärker in den Vordergrund gestellt werden könnten, da hier eine besondere Form der Gemeinwohlorientierung realisiert werden kann, bei der die Fachhochschulen einen überaus wertvollen Beitrag leisten.